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29. April 2009
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Der "Akademie für Psychotherapie und Seelsorge" nicht zu weiterer Medienaufmerksamkeit verhelfen
Niemand sollte glauben, dass sich die grotesken Ansichten einiger Referenten durch die große Aufmerksamkeit und Proteste ändern lassen
In der Diskussion um Behandlungsseminare für Homosexualität bei der "Akademie für Psychotherapie und Seelsorge" in Marburg fordert Alexander Schart, Landesvorsitzender der Lesben und Schwulen in der Union Hessen (LSU Hessen), den Anbietern solcher Seminare keine weitere mediale Plattform zuteil werden zu lassen.
"Niemand sollte glauben, dass sich die grotesken Ansichten einiger Referenten durch die große Aufmerksamkeit und Proteste ändern lassen. Ich frage mich warum Frau Dr. Vonholdt die Chance bekommt, ihre wissenschaftlich völlig unhaltbaren Thesen in der gesamten bundesdeutschen Presse zu publizieren, um damit auch den allerletzten Kritiker gleichgeschlechtlicher Lebensweisen zu erreichen?“
Schart mahnt wieder zu einer unaufgeregten Diskussion zurückzukommen: "Gegenseitige Anschuldigungen der Intoleranz helfen keinem weiter. Das vom Grundgesetz geschützte Recht auf freie Meinungsäußerung muss unangetastet bleiben, solange keine Diskriminierung stattfindet, oder dazu aufgerufen wird. Festzustellen ist aber auch, dass das Einstehen für Meinungsfreiheit nicht gleichgesetzt werden darf mit der Unterstützung der geäußerten Meinung". Die CDU hatte dem Marburger Stadtrat ein Papier vorgelegt, indem sie darauf verwies, dass die Veranstalter des Kongresses "öffentlich versichern, Homosexualität nicht als Krankheit anzusehen und dementsprechend auch keine „Heilbehandlung“ und keine Konversionstherapien vornehmen." "Die CDU bekennt sich damit zu den Rechten von Lesben und Schwulen auf freie Entfaltung und besteht darauf, dass Homosexualität nicht als krankhaft dargestellt wird" erklärt Schart.
Die Aktivitäten des Deutschen Instituts für Jugend und Sexualität und des Vereins "Wüstenstrom" müssen weiterhin kritisch beobacht und auf die Gefährlichkeit dieser Denkrichtungen hingewiesen werden. Dazu sind alle – gerade auch die Politik und Wissenschaft – aufgerufen. Der schmale Grad zwischen dem Aushalten einer abweichenden Meinung und dem Recht diese äußern zu dürfen, darf dabei allerdings nicht verlassen werden.
V.i.S.d.P.: Alexander Schart Landesvorsitzender der LSU Hessen Email: alexander.schart@lsu-online.de Tel. (0173) 360 51 73
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