Auch ein schwuler Außenminister muss in Begleitung reisen können
Zu der Auseinandersetzung über die Begleitung des Außenministers durch seinen Lebenspartner Michael Mronz erklärt Manfred Bruns, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD):
Es ist zu begrüßen, dass Außenminister Guido Westerwelle bei offiziellen Anlässen und Reisen von seinem Partner begleitet wird. Das setzt ein wichtiges Zeichen der Normalität in der internationalen Politik. Denn in vielen Ländern sind Homosexuelle noch von Unterdrückung, Gewalt und staatlicher Verfolgung bedroht.
Ob die Begleitung durch einen Partner im jeweiligen Fall hilfreich oder unangebracht ist, darf aber keine Frage der sexuellen Orientierung sein. Hier müssen gleiche Maßstäbe für homo- und heterosexuelle Partnerschaften gelten.
Wir fordern Politik und Medien auf, kritische Nachfrage differenziert und sachorientiert vorzubringen. Da sollte es keinen falsch Zungenschlag geben. Wer Homosexualität zum Thema machen will, sollte sich lieber auf die noch notwendigen Schritte zur Gleichstellung und den Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen an Lesben und Schwulen konzentrieren.
--
LSVD - Pressestelle
Pressesprecherin
Renate H. Rampf
Chausseestr. 29
10115 Berlin
Tel.: 030 - 78 95 47 78
Fax: 030 - 78 95 47 79
E-Mail: Presse@lsvd.de
www.artikeldrei.de
www.lsvd.de
Möchten Sie Ihr Abonnement ändern oder kündigen? Klicken Sie hier!
© Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) e.V.